Fürst Albert II. kündigt dreijährige Expedition auf den Weltmeeren an

Fürst Albert II. hat neue Expeditionspläne: Er schickt drei Jahre lang ein internationales Forscherteam durch die ganze Welt zur Untersuchung der Ozeane. Gestartet wird im kommenden August. Der Monarch selbst plant sich der Reise so oft wie möglich anzuschließen, bevor das Schiff 2020 wieder in Monacos Hafen einläuft. Mit dieser Kampagne lässt Fürst Albert die Tradition seines Urgroßvaters Fürst Albert I. wieder aufleben, der viel Zeit in die Erforschung der Meere investierte und das Ozeanografische Museum Monaco gründete.
„Jede Entscheidung, die wir für die Zukunft unseres Planeten treffen, basiert auf Wissen.“ Mit diesem Satz begann Fürst Albert II. die Pressekonferenz zu seinen neuen Forschungsplänen. In den nächsten drei Jahren soll das wissenschaftliche Programm „Explorations de Monaco“ durchgeführt werden. Albert II. folgt damit der Tradition seines Urgroßvaters Fürst Albert I., dem Abenteurer und Entdecker, der nicht nur sein Leben, sondern auch sein Vermögen der Erforschung der Ozeane widmete. Besonders wichtig ist ihm dabei, dass die Expedition auch für die Öffentlichkeit eine Rolle spielt. Denn die Menschen sollen in Bezug auf den Erhalt der biologischen Vielfalt sensibilisiert werden. Bei der Expedition dreht sich speziell alles um das Wissen und Schützen der Megafauna, welche die körperlich größten Ogranismen in einem Lebensraum darstellen, und deren bedrohte Arten wie zum Beispiel Schildkröten, Haie und Wale. Finanziell und materiell leistet die fürstliche Regierung jede notwendige Unterstützung Diesen August ist es bereits soweit: Das Forschungsschiff „Le Yersin" wird unter monegassischer Flagge den Hafen von Monaco verlassen und Mitte 2020 wiederkehren. Der Besitzer François Fiat versichert, dass Le Yersin polarer Kälte und enormer Hitze gewachsen ist. Ausreichend Komfort darf natürlich bei 36 Monaten auf See auch nicht fehlen. Das zehnköpfige internationale Forscherteam soll im September als erstes an der west-afrikanischen Küste tätig werden.

Von da aus geht es innerhalb der drei Jahre weiter Richtung Karibik, über den Pazifischen und Indischen Ozean ins Schwarze Meer und 2020 zurück zum Ausgangspunkt, dem Mittelmeer.

Marie-Pierre Gramaglia, Monacos Ministerin für Umwelt, Infrastruktur und Stadtplanung, betonte, dass die Regierung eine sehr ehrgeizige Politik zum Schutz von Ozeanen führe und hob ebenfalls deren Wichtigkeit hervor.

Da die Forschungsreise im Sinne der Öffentlichkeit geschieht, wird diese stets über alle Ereignisse und Fortschritte informiert werden. Darum kümmert sich der Leiter des Ozeanografischen Museums, Robert Calcagno. Mit Live-Übertragungen und 360-Grad-Videos soll dies besonders in sozialen Netzwerken stattfinden. Facebook- und Twitter-Seiten wurden bereits eingerichtet und bieten interessante Informationen rund um die Expedition. Auch unter dem Hashtag #monacoexplorations sammeln sich Neuigkeiten.